Scientific American empfiehlt Verhaltensmuster der Polyamorie als Anregung für Monogamie (14.02.2013)

In einem Artikel über Polyamorie als die neue sexuelle Revolution regt der Scientific American an, dass viele Verhaltensweisen von Polyamorie lebenden Menschen auch als Anregung für Monogamie lebende Menschen geeignet seien.

Kommunikation über Gefühle als Bereicherung

Das beginnt mit der intensiven Kommunikation über Gefühle. Während viele monogame Menschen sich das als sehr anstrengend vorstellen, erweist es sich nach Forschungen vieler Wissenschaftler nicht nur in polyamoren Beziehungen, sondern auch in monogamen Beziehungen als ein wichtiges Mittel, um die Beziehung lebendig zu halten. Der Kontakt zum anderen wird intensiver, man erlebt das Interesse des anderen intensiver.

Eifersucht weniger problematisch oder sogar nicht vorhanden.

Da Kommunikation über Gefühle von polyamor lebenden Menschen als Bereicherung empfinden wird, sind auch Gespräche über den Umgang mit Eifersucht für sie weniger problematisch, als für monogame Menschen. Vor allem aber kommt Eifersucht einfach seltener vor, da polyamore Menschen von vornherein Beziehungen und Sex mit anderen als etwas positives sehen.

Besserer Schutz vor AIDS und anderen Geschlechtskrankheiten

Auch im Bereich sexuell verantwortungsvoller Verhaltensweisen im Zusammenhang mit dem Schutz vor AIDS und anderen Geschlechtskrankheiten können die Monogamen etwas von den Polyamoren lernen.

Da polyamore Menschen von vornherein die Möglichkeit von sexuellen Kontakten mit anderen einplanen und offen darüber sprechen, sind sie vorbereitet und denken an den Schutz, wenn es nötig ist.

Viele monogame Menschen zeigen beim Sex mit Partnern außerhalb ihrer Beziehung ein weitaus risikoreicheres Verhalten. Die Vermutung der Wissenschaftler ist, dass hier ein psychologischer Selbstbetrug stattfindet. Eben weil diese Menschen sich als monogam sehen, bereiten sie sich nicht auf Sex mit anderen vor, weder mental, noch durch ständiges Mitführen von Kondomen.

 

Der vollständige Artikel: New Sexual Revolution: Polyamory May Be Good for You. What swinging couples and committed polyamorists can teach monogamists about love. By Stephanie Pappas and LiveScience

Der Artikel im Scientific American ist eine ausführlichere und andere Aspekte betonende Darstellung des Artikels 5 Myths about Polamory aus Live Science, über den hier gestern, am 17.02.2013 berichtet wurde:  Vorstellungen der Öffentlichkeit über Polyamorie erneut durch Wissenschaft als Unsinn entlarvt (Stephanie Pappas, LiveScience, 14.02.2013)

Lesen Sie dazu auch die unten aufgelisten weiterführenden Artikel.

 

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Über Viktor Leberecht 297 Artikel
Viktor Leberecht ist mein Pseudonym für meine Arbeit als freier Autor. Ich bin studierter Historiker (M.A.), sowie ausgebildeter und berufserfahrener Journalist. Ich lebe seit 2003 in einer polyamoren Beziehung mit einer verheirateten Frau. Ich schreibe über Polyamorie, um zu informieren, Vorurteile zu entkräften und für gesellschaftliche Akzeptanz der Polyamorie zu werben. Ich setze mich für Mehrfachbeziehungen im Rahmen der Menschenrechte ein, also natürlich gleiches Recht für alle.

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